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Immunsystem:
Alles auf Abwehr
24.02.2009
Viel Bewegung, frische Luft und Vitamine: Damit können Sie Husten und Schnupfen vorbeugen
Am liebsten würde man sich bei grauem Schmuddelwetter und Minusgraden nach drinnen in die Wohnung verkriechen. Sollen die Viren und Bakterien doch einfach draußen vor der Tür bleiben. Nur: So einfach ist es nicht! Denn Kinder brauchen frische Luft, um ihre Abwehrkräfte zu stärken. „Wind und kühle Luft tun ihnen sogar gut, wenn sie schon eine Erkältung haben“, sagt Professor Reinhard Berner, stellvertretender Leiter des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin in Freiburg. Draußen bewegen bringt den Kreislauf auf Trab und regt die Durchblutung an, die Immunzellen kommen in Schwung. Außerdem haben neue Studien bestätigt, was Wissenschaftler bislang schon vermutet haben: „Vitamin D, das der Körper übers Tageslicht bekommt, hat einen positiven Einfluss auf Abwehrmechanismen“, erklärt Kinderarzt Berner. Doch nicht nur das: Auch die Nasenschleimhaut, die mithilft, vor Infekten zu schützen, profitiert von den Aktivitäten an der frischen Luft. Sie bleibt dabei schön feucht, Erreger haben es so schwerer, in den Körper einzudringen. Trockene Heizungsluft hingegen macht die Schleimhaut spröde, kleine Risse entstehen, und Viren und Bakterien haben ein leichtes Spiel. Eine gesunde Ernährung trägt ebenfalls dazu bei, das Immunsystem zu stärken. „Damit bekommt der Körper ausreichend Vitamin C, das aktiv die Arbeit der Abwehrzellen unterstützt“, sagt Experte Berner. Kinder brauchen zusätzlich keine Lebensmittel, die mit Vitamin C angereichert sind, wie zum Beispiel Säfte oder spezielle Brausetabletten. Saunabesuche können Großen und Kleinen guttun. Es spricht also nichts dagegen, wenn leidenschaftliche Saunagänger den Nachwuchs mitnehmen und ihn langsam an das Schwitzbad gewöhnen. „Als reine Maßnahme zur Vorbeugung gegen Erkältungen würde ich das einem Kind aber nicht zumuten“, sagt Berner. Das Kleine muss sich dabei vor allem wohl fühlen.
Stress im Alltag macht auch schon Kinder anfälliger für Infekte. Das Schwierige daran: Es gibt keinen Schalter, mit dem sich der Stress einfach abschalten oder vermeiden lässt. Wenn die Eltern aber darauf achten, dass ihr Kind genügend schläft und ein paar Ruhephasen am Tag hat, reicht das schon. „Um das Immunsystem zu stärken, kommt es letztlich nicht auf ganz besondere Maßnahmen an, sondern auf eine gesunde Lebensführung, die schon unsere Grossmütter kannten“, erklärt Berner. Beim ersten Zeichen Es hat Ihr Kleines doch erwischt? Dann können Sie versuchen, mit sogenannten Immunstimulanzien die Abwehrkräfte zu mobilisieren. Hier kommen etwa Präparate mit indianischem Wasserdost oder Echinacea infrage. Aber: Diese Mittel machen nur Sinn, wenn sie bei den ersten Krankheitsanzeichen angewendet werden. Zur Langzeittherapie sind sie nicht geeignet. 24.02.09, Baby und Familie, Bildnachweis: W&B/PhotoDisc/RYF
Baby und Familie / GesundheitPro
Verdauung:
Besser genießen statt büßen
23.02.2009
Ob Braten, Torte oder Kekse – so schlagen Ihnen die kulinarischen Genüsse nicht auf den Magen
Verlockend weht der Duft des Sonntagsbratens durch das Haus. Satt von den vielen Schokokeksen oder einem Stück Kuchen, schafft es dennoch kaum einer, dem nächsten üppigen Mahl zu widerstehen. Verführerisch locken das knusprige Gänsebein und der feine Nachtisch aus schaumig aufgeschlagener Mousse. Doch oft endet der kulinarische Hochgenuss mit einem unangenehmen Völlegefühl. Gerade besonders wohlschmeckende Speisen, wie etwa Gans, Cremes und Torten, enthalten viel Fett und fordern vom Magen-Darm-System Schwerstarbeit. „Sehr fetthaltige Speisen regen die Bildung von Verdauungssäften stark an. Gleichzeitig führt das zu heftigen Aktivitäten von Magen, Darm und Gallenblase“, erklärt Professor Gerald Holtmann vom Zentrum für Innere Medizin am Universitätsklinikum Essen. Tipp: langsam essen Manche Menschen empfinden das als äußerst unangenehm und klagen über heftiges Magendrücken, einige bekommen auch Sodbrennen. „Zudem setzt Fett das Hormon Cholezystokinin frei, das den Verdauungstrakt empfindlicher macht. Dadurch treten schneller Beschwerden auf“, fügt der Gastroenterologe Holtmann hinzu.
Sein Rezept, wie sich die Gaumenfreuden problemlos überstehen lassen: „Jeder speist langsamer, wenn er in netter Gesellschaft mehrere Gänge aus kleinen Portionen isst.“ Dann setzt das Sättigungsgefühl früher ein, sodass Beschwerden erst gar nicht aufkommen. Gut gewürzt werden Speisen bekömmlicher. So wirken zum Beispiel Oregano, Thymian und Rosmarin verdauungsfördernd, Kardamom und Kümmel verhindern Blähungen.
Verdauung unterstützen
Es gibt auch Menschen, die bestimmte Nahrungsmittel schlecht vertragen. Einige können nicht einmal eine festliche Mahlzeit genießen, weil sie ständig daran denken, wie übel es ihnen hinterher ergeht. Mediziner sprechen in diesen Fällen häufig von einer funktionellen Magen-Darm-Erkrankung oder einem Reizmagen beziehungsweise Reizdarm. „Wir gehen davon aus, dass bis zu 20 Prozent der Bundesbevölkerung derartige Probleme haben“, sagt Holtmann.
Pflanzliche Mittel und Tees können dann die Verdauung unterstützen. Bewährt haben sich dabei Extrakte aus Bitterer Schleifenblume, Kümmel, Fenchel, Pfefferminze und Kamille. Bei Blähungen binden die Wirkstoffe Simeticon und Dimeticon Gase, die im Darm entstehen. Gelbwurz und Artischocke regen die Bildung von Gallenflüssigkeit an. Schmerzhaftes Sodbrennen
Gegen Sodbrennen – dabei steigt Magensäure in die Speiseröhre hoch – können Antazida helfen. Wirkstoffe wie Hydrotalcid, Magaldrat, Carbaldrat oder Algedrat binden überschüssige Magensäfte. „Etwas anders wirken die sogenannten H2-Rezeptor-Antagonisten, die die Bildung von Magensäure hemmen“, sagt Experte Holtmann. In schweren Fällen kann der Arzt Protoneninhibitoren verschreiben.
Aber bevor Sie nach dem Essen mit leichtem Völlegefühl und Bauchgrummeln zu einem der Mittel greifen, versuchen Sie, ob das Übel nicht schon verschwindet, wenn Sie sich erst einmal die Beine vertreten. Packen Sie sich warm ein, und dann geht es raus an die Luft. Ein kleiner Verdauungsspaziergang macht wieder frisch und munter. Diese Gewürze machen Speisen bekömmlicher:
- Basilikum mindert Blähungen und Völlegefühl.
- Beifuß unterstützt die Verdauungsfunktion des Magens.
- Kurkuma steigert den Gallefluss und fördert dadurch die Fettverdauung.
- Gewürznelken beeinflussen die Verdauungs- und Darmtätigkeit.
- Rosmarin regt den Appetit an, fördert die Bildung und Ausschüttung von Magen- und Gallensaft.
- Salbei wirkt gegen Verdauungsbeschwerden.
23.02.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Bananstock LTD
Apotheken Umschau / GesundheitPro
Lust:
Der kleine Unterschied im Bett
21.02.2009
Auch im Alter sind den meisten Männern und Frauen Intimitäten noch wichtig
Er will! Für Männer bleibt Sex auch im Alter sehr wichtig, ergab eine Studie an der Universität Chicago. Knapp 70 Prozent gaben an, dass sie oft an Sex denken oder welchen haben. Allerdings: Nur 40 Prozent der Frauen teilten diese Lustgefühle. Dass ältere Frauen sexuell weniger aktiv sind, begründen die Forscher auch damit, dass viele in diesem Alter verwitwet sind. Für Frauen sei vor allem eine gute Beziehung wichtig, um Lust zu empfinden. Männern reiche als Anregung schon der Gedanke an Intimitäten. 21.02.09, Senioren Ratgeber, Bildnachweis: Stockbyte/RYF
Senioren Ratgeber / GesundheitPro
Hautpflege:
Schöne Eiszeit!
20.02.2009
Herrlich, so ein Winterspaziergang. Aber die zarte Haut
der Kleinen braucht jetzt einen Extraschutz
Lassen Sie sich nicht von der kalten Jahreszeit abschrecken. Auch bei leichten Minusgraden, Eis und Schnee spricht nichts gegen einen Spaziergang mit Baby oder Kleinkind. Packen Sie den Nachwuchs warm ein. Mehrere dünne Kleidungsstücke isolieren durch die Luftpolster dazwischen besser als ein einziges dickes. Zudem können Sie Ihr Kind, wenn es schwitzt, schnell von einer Schicht befreien. Mütze, Schal, Fäustlinge und eine Decke gehören auch zur Winterausrüstung. Eine Schaumstoffunterlage polstert Kinderwagensitze ab und hält den Nachwuchs warm. Gesicht und Ohren des Kindes schützen Sie mit einer reichhaltigen Pflegecreme. Sie enthält viel Fett und kein oder nur wenig Wasser – im Gegensatz zu herkömmlichen Cremes, deren Wasseranteil auf der Haut gefrieren kann. Je jünger das Kind, desto wichtiger der Kälteschutz. Denn Babyhaut ist dünn und empfindlich. Die Hornschicht enthält nur wenig Talg, schützt kaum vor Frost und Austrocknung. Das macht die richtige Pflegecreme wett – mit Wirkstoffen wie Bienen- oder Wollwachs, Linolsäure, Sheabutter oder Mandelöl. Sie bilden einen dünnen Fettfilm, der eine Barriere schafft und die Haut vor Wasserverlust bewahrt. Wieder zu Hause sollten Sie die Creme mit einem Pflegetuch entfernen. Denken Sie bei sonnigem Wetter auch an den Lichtschutzfaktor (LSF). Mindestens LSF 15 sollte es sein. Die Intensität der UV-Strahlung im Winter wird leicht unterschätzt. Sonnenentwöhnte Haut zieht sich auch bei Frost schnell einen Sonnenbrand zu. Erst recht bei Schnee, der das Sonnenlicht stark reflektiert. Es gibt Kombiprodukte in der Apotheke, die vor Kälte und UV-Strahlung schützen. Ob in der Wohnung oder draußen: Im Winter ist die Luftfeuchtigkeit meist gering. Auch die Haut der Erwachsenen neigt nun dazu, trocken und gereizt zu sein. Jetzt tut eine Hautcreme auf Fettbasis gut, die sich wie ein Schutzfilm auf die Haut legt. 20.02.09, Baby und Familie, Bildnachweis: PhotoDisc/RYF
Baby und Familie / GesundheitPro
Geistig fit:
"Surfen" als Denksport
19.02.2009
Ältere Menschen, die das Internet benutzen, trainieren ihre Gehirnfunktionen und bleiben geistig beweglicher
Wer im Alter gerne online ist, hält damit den Geist fit. Das legen Ergebnisse von Wissenschaftlern der University of California in Los Angeles (USA) nahe. Die Forscher untersuchten ältere Menschen im Kernspintomografen.
Sie maßen bei Senioren mit Internet-Erfahrung eine höhere Aktivität in Hirnregionen, die für Entscheidungsfindung und komplexes Denken zuständig sind. Dies sei ein Beleg für die Anpassungsfähigkeit des Gehirns bis ins Alter, folgern die Untersucher. 19.02.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: PhotoDisc/RYF
Apotheken Umschau / GesundheitPro
Walnüsse:
Knackig und gesund
18.02.2009
Wer täglich eine Handvoll davon isst, schützt Herz und Kreislauf
Wegen ihres hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren senken Walnüsse den Cholesterinspiegel und damit das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem enthalten sie große Mengen der Aminosäure Arginin sowie Vitamin E, Folsäure, Kalium und Magnesium. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen empfiehlt deshalb, täglich vier bis fünf Walnüsse zu verzehren – zum Beispiel in Müslis, Salaten oder Nussbroten. Auch Walnussöl ist für die kalte Küche empfehlenswert. 18.02.08, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Goodshot
Apotheken Umschau / GesundheitPro
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