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Auto fahren:
Todmüde am Steuer
03.07.2009
Wer schlecht geschlafen hat, reagiert im Straßenverkehr langsamer
Autofahrer, die nachts nur vier Stunden geschlafen haben, reagieren im Straßenverkehr, als hätten sie 0,5 Promille Alkohol im Blut. Nach einer durchwachten Nacht entspricht ihr Verhalten sogar dem von Zechern mit 0,8 Promille, melden Wissenschaftler der österreichischen Landesnervenklinik Graz.
Jeder dritte Pkw-Lenker sowie jeder zweite Bus- und Lkw-Fahrer sitze übermüdet am Steuer. Die Neurologen und Psychiater raten: Wer aufgrund von Schlafstörungen nicht die nötige Nachtruhe bekommt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.
03.07.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Apotheken Umschau / GesundheitPro
Naturmedizin:
Cannabis gegen starke Schmerzen
02.07.2009
Obwohl viele Patienten von den Inhaltsstoffen des Hanfs profitieren, ist der medizinische Einsatz des Krauts umstritten
Gefährliche Einstiegsdroge und hochwirksames Medikament. Was für bundesweit rund 600.000 meist jugendliche Haschisch- und Marihuana-Konsumenten ein schneller Kick ist, kann letzte Hoffnung sein für schwerkranke Patienten mit Krebs, Aids oder multipler Sklerose, denen keine Arznei mehr hilft. Doch an Hanf oder Cannabis scheiden sich die Geister – zumal wissenschaftliche Studien weniger eindeutig sind als die aktuelle Rechtslage.
Zwar erhielten kürzlich sieben Patienten von der Bundesopiumstelle in Bonn eine Ausnahmegenehmigung und bekommen seit Mitte Februar aus den Niederlanden importierte „Medizinal-Cannabisblüten“ legal in der Apotheke. Der Bundestag sprach sich im vergangenen Dezember allerdings gegen die erleichterte Verwendung von Cannabis zur medizinischen Behandlung aus.
„Das getrocknete Kraut und das Harz aus den Drüsenhaaren der weiblichen Pflanze – bekannt als Marihuana und Haschisch – sind nicht verkehrsfähig und dürfen nicht medizinisch verwendet werden“, sagt Professor Hans Georg Kress von der Medizinischen Universität Wien, der als Gutachter für den Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags tätig war.
Den isolierten Cannabis-Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) dürfen Ärzte bereits seit 1998 als Dronabinol auf einem Betäubungsmittelrezept verordnen. Bezahlen muss der Patient das in der Apotheke zu Kapseln oder Tropfen verarbeitete Rezepturarzneimittel in der Regel selbst, weil es in Deutschland nicht als Medikament zugelassen ist.
Patienten, die sich die Therapie nicht leisten können, beschaffen sich Cannabis nicht selten auf illegalem Weg und bekommen oft minderwertige Ware mit unkontrolliertem Wirkstoffgehalt. „Deshalb plädiere ich für die Zulassung von Dronabinol als Medikament“, betont Kress. „Damit ist jedoch erst 2010 zu rechnen.“
Der Professor für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerzmedizin kennt viele Fälle, in denen der medizinische Einsatz von THC gerechtfertigt ist: „Bei Krebspatienten lindert der Wirkstoff Übelkeit und Erbrechen, die als Nebenwirkung einer Chemotherapie auftreten“, erklärt er. „Außerdem steigert er die Wirkung starker Schmerzmittel, der Opioide.“ Bei Krebs- und Aids-Patienten nutzen Ärzte zudem die appetitsteigernde Wirkung. „Und bei multipler Sklerose wirkt THC krampflösend und lindert zentrale Nervenschmerzen“, sagt Kress.
Professor Hans-Peter Hartung von der Neurologischen Klinik der Universität Düsseldorf sieht den Einsatz von Cannabis bei multipler Sklerose kritischer. „Die Studienlage ist nicht eindeutig“, sagt das Vorstandsmitglied im Ärztlichen Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. „Da die Wirkung auf Spastik in kontrollierten Studien nicht klar nachgewiesen ist und Nebenwirkungen zu beachten sind, haben unsere Fachgesellschaften den Einsatz von Cannabis-Wirkstoffen bei MS bisher nicht empfohlen.“ Nur in Ausnahmefällen, wenn andere Therapien nicht oder nicht ausreichend helfen, sei ein individueller Heilversuch mit THC zu vertreten.
Zu den kurzfristigen Nebenwirkungen zählen Kreislaufprobleme, langfristig kann es zu Denk- und Konzentrationsstörungen kommen. „Wegen der Wirkung auf die Psyche besteht zudem eine gewisse Suchtgefahr“, warnt Hartung. Kress dagegen bezeichnet das Suchtpotenzial von isoliertem THC als gering: „Beim Schlucken der Substanz flutet die Wirkung nicht so rasch an wie beim Inhalieren von Marihuana“, erklärt er. „Die psychischen Effekte treten erst nach zwei bis vier Stunden auf, weshalb sich die Produkte kaum zum Missbrauch eignen.“
02.07.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Thinkstock Image
Apotheken Umschau / GesundheitPro
Ernährung:
Diese Fette können Sie streichen
01.07.2009
Butter und Margarine – was drinsteckt und worin sich die beiden unterscheiden
Keine einfache Entscheidung, die einem da vor dem Kühlregal abverlangt wird. Da wollte man nur noch schnell Butter holen, und dann stellt sich angesichts des riesigen Sortiments plötzlich die Frage: Süßrahm oder Sauerrahmbutter? Mildgesäuerte oder gesalzene? Halbfett- oder Dreiviertelbutter? Und wie war das eigentlich: Sollte man der Gesundheit zuliebe nicht überhaupt besser zu Margarine greifen?
Vor allem die letzte Frage treibt Ernährungsexperten und Verbraucher seit Jahren um. Margarine gilt vielen Menschen als „Butter light“, als cholesterinfreies Diätprodukt, das vor Arterienverkalkung schützt und beim Abnehmen hilft. Letzteres, das gleich vorweg, ist ein Irrtum. Denn in gewöhnlicher Vollfettmargarine stecken nicht weniger Kalorien als in Butter. Beide bestehen zu rund 80 Prozent aus Fett. Ob das Fett aus tierischer Quelle stammt, wie in der Butter, oder überwiegend aus pflanzlicher Quelle, wie in der Margarine: Es liefert die gleiche Menge Energie, nämlich rund 720 Kilokalorien pro 100 Gramm.
Trotzdem ist Fett nicht gleich Fett. Und hier kann die Margarine ganz klar punkten. Denn in Sachen Fettqualität hat sie die Butter eindeutig überholt. Margarine wird überwiegend aus pflanzlichen Fetten wie Raps-, Sonnenblumen- oder Maiskeimöl hergestellt, die viele ungesättigte Fettsäuren enthalten. Ungesättigte Fettsäuren beeinflussen den Cholesterinspiegel günstig und verringern das Risiko für Arterienverkalkung und vielleicht auch für viele andere Krankheiten.
Der Hinweis „cholesterinfrei“, mit dem manche Margarine-Hersteller ihre Packungen schmücken, ist allerdings in der Regel überflüssig, denn pflanzliche Fette enthalten von Natur aus kein Cholesterin. Butter wird aus Kuhmilch beziehungsweise deren Rahm hergestellt und liefert deutlich mehr gesättigte Fettsäuren. Sie greifen die Gefäße an und stehen im Ruf, Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall zu fördern. Vor allem für Menschen, die einen erhöhten Cholesterinspiegel haben, durchaus ein Argument, auf Margarine umzusteigen.
Ob es allerdings gleich eine Spezi Augen:
Glaskörpertrübung – wie Mücken vor der Linse
30.06.2009
Getrübte Glaskörper der Augen irritieren beim Sehen. Achten Sie auf Warnzeichen
Die dunklen Punkte, Fäden und Flusen stören vor allem beim Blick auf helle, gleichmäßig strukturierte Flächen. Sie tanzen, schweben und schwimmen auf unbeschriebenem Papier, weißen Zimmerwänden oder am strahlend blauen Himmel. Manchmal jagen sie Betroffenen Angst um die Augen ein. Mediziner bezeichnen die Erscheinung treffend als „Mouches volantes“, französisch für „fliegende Mücken“.
„Die Sehstörungen sind zwar lästig, aber meist harmlos“, betont Dr. Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. „Ursache sind strukturelle Veränderungen und Verdichtungen der eiweißhaltigen Glaskörperflüssigkeit.“
Der Glaskörper füllt den Hohlraum des Auges von der Linse bis zur Netzhaut aus. „Er besteht aus einem feinen Gerüst von Bindegewebsfasern, das mit Wasser und Hyaluronsäure vernetzt ist“, erklärt Professor Klaus Riedel, leitender Arzt der Augenklinik Herzog Carl Theodor in München. „In der Jugend ist dieses Gerüst relativ fest, mit der Zeit verändert es jedoch seine Struktur und beginnt zu schrumpfen.“ Der Glaskörper verliert an Volumen, löst sich von der Netzhaut ab und verlagert sich nach vorne. „Dabei kommt es zu schwimmenden Bewegungen. Dies hat zur Folge, dass Bindegewebsfasern und Zellen bewegte Schatten auf die Netzhaut werfen“, sagt Riedel.
Mouches volantes gehören zum normalen Alterungsprozess: „Mehr als 80 Prozent der Achtzigjährigen sind betroffen“, sagt Riedel. Stark Kurzsichtige trifft es oft schon früher. Weil ihr Augapfel länger ist, hebt sich der Glaskörper früher ab, und die Trübungen beeinträchtigen sie stärker.
Viel tun können Betroffene nicht. „Am besten freunden sie sich mit den Trübungen an“, rät Georg Eckert. „Das Gehirn blendet die Wahrnehmungen zum Teil aus.“ Und Riedel empfiehlt: „Mit Blickbewegungen nach rechts oder links lassen sich störende Pünktchen in eine andere Position bringen.“ Von Operationen raten die Experten entschieden ab. Bei der sogenannten Vitrektomie wird ein Teil des Glaskörpers entfernt. „Dieser Eingriff birgt Risiken, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen“, betont Eckert. „Er ist nur bei massiven bindegewebigen Veränderungen gerechtfertigt.“
Dennoch empfehlen Experten Betroffenen, auf Warnzeichen zu achten. „Wenn die Symptome erstmals auftreten, sollte man zum Augenarzt gehen, um eine beginnende Netzhautablösung auszuschließen“, rät Eckert. Das gilt auch, wenn weitere Symptome dazukommen – vor allem, wenn der Patient plötzlich Blitze sieht. „Die Netzhaut antwortet auf mechanischen Zug mit Lichtreizen, etwa wenn sich der Glaskörper weiter abhebt und an den Verbindungspunkten zur Netzhaut Risse und Löcher entstehen“, erklärt Riedel.
Ein weiteres Warnsignal sind dichte Punkteschwärme, die nach einem Blitz wie Rußregen über das Gesichtsfeld rieseln. Dann ist ein Gefäß geplatzt, und Blut sickert in den Glaskörper. Vorhangartige Schatten am Rand des Gesichtsfelds weisen auf eine beginnende Netzhautablösung hin. „Im Frühstadium fixieren wir die Netzhaut mit dem Laser“, sagt Riedel, „bei fortgeschrittener Ablösung müssen wir operieren.“
Bei solchen Warnsignalen schaut der Arzt mit einem Augenspiegel die Netzhaut an. „Stark Kurzsichtige und Patienten mit Kunstlinse sollten den Augenhintergrund grundsätzlich einmal jährlich kontrollieren lassen“, rät Riedel.
30.06.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
Apotheken Umschau / GesundheitPro
Schlaganfall:
Runter mit dem Schlaganfall-Risiko
29.06.2009
Unser bequemer Lebensstil birgt eine Reihe von Gefahren für unser Denkorgan. Die gute Nachricht: Sie können etwas dagegen tun
Bluthochdruck
Er erhöht das Schlaganfallrisiko um das Drei- bis Vierfache. Die Gefäßwände werden angegriffen, Ablagerungen finden besser Halt, sodass sich Engstellen bilden können. Zudem kann der Druck hohe Gefäßrisse begünstigen. Patienten können durch regelmäßige Selbstmessung zu Hause den Behandlungserfolg steigern.
Cholesterin und Vorhofflimmern
Ungesunde Ernährung schadet den Arterien. Vor allem sollten Sie tierische Fette durch Pflanzenöle ersetzen. Auch Omega-3-Fettsäuren, die in fettem Seefisch enthalten sind, haben sich bewährt. Wer keinen Fisch verträgt, kann mit Präparaten aus der Apotheke vorbeugen. Ein Ginkgo-Spezialextrakt (EGb 761) beugt möglicherweise in frühen Phasen der Gefäßverkalkung vor.
Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern bergen ein großes Schlaganfallrisiko. Es bilden sich leicht Blutgerinnsel, die ins Gehirn wandern und dort Gefäße verschließen können. Sofern der Arzt das Risiko durch gerinnungshemmende Medikamente senkt, ist die Selbstkontrolle ein wichtiger Teil des Therapie-Erfolgs.
Alkohol
Je mehr man trinkt, desto höher das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Alkohol beeinflusst die Steuerung des Blutdrucks. Hochdruck ist die Folge. Dieser begünstigt nicht nur eine Hirnblutung. Durch den hohen Druck büssen auch die Gefäßwände auf längere Sicht ihre Elastizität ein und erstarren, sodass sich leichter Ablagerungen bilden – Nährboden für einen Gefäßverschluss.
Bewegungsmangel und Diabetes mellitus
Sich regen hält die Gefäße elastisch, beugt Übergewicht und vielen Folgekrankheiten vor wie etwa Arteriosklerose oder Diabetes. Versuchen Sie es doch einmal mit Wandern oder Walken, oder schaffen Sie sich einen Heimtrainer an.
Diabetes mellitus erhöht das Schlaganfallrisiko um das Zwei- bis Dreifache. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel setzt den Gefäßwänden zu und begünstigt so Arteriosklerose. Lassen Sie Ihre Werte überprüfen. Sollten Sie bereits an Diabetes erkrankt sein, senken Sie mit guten Werten das Risiko. Die regelmäßige Selbstmessung hilft Ihnen dabei.
Rauchen
Tabakkonsum fördert Ablagerungen in den Gefäßen, mindert die Fließfähigkeit des Blutes und erhöht dessen Gerinnungsneigung, sodass leichter Gerinnsel entstehen. Dadurch steigert Rauchen das Schlaganfallrisiko um das Zweifache. Machen Sie Schluss damit. Nikotinersatzpräparate können die Erfolgsaussichten beim Aufhören verbessern.
Übergewicht
Übergewicht gilt als indirekter Risikofaktor. Es fördert unter anderem Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Wer zu viel auf die Waage bringt, sollte auf eine kalorienreduzierte, gesunde Ernährung und mehr Bewegung setzen.
29.06.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Stockbyte/ RYF
Apotheken Umschau / GesundheitPro
Babys:
Das hilft beim Zahnen
27.06.2009
Das Kleine kaut auf allem herum? Dann bahnen sich erste Zähnchen ihren Weg!
Schon sechs Monate alt und noch immer spitzt kein Zahn durch bei Ihrem Kleinen? Keine Sorge: Angaben, wann welche Zähnchen kommen, sind immer nur ungefähr. Meist brechen nach fünf Monaten die mittleren Schneidezähne durch. Es folgen die äußeren Schneidezähne, die Eck- und die Backenzähne. Gegen Ende des zweiten Lebensjahres hat Ihr Kleines dann 20 Milchzähnchen.
Zahnt Ihr Kind, können ihm gespanntes Zahnfleisch oder eine entzündete Mundschleimhaut Unbehagen bereiten. Manche Kinder werden auch quengelig, schlafen schlecht oder haben leicht erhöhte Temperatur. Starker Speichelfluss und Beißlust sind jetzt normal. Geben Sie Ihrem Kind dann etwas Festes, Kaltes, auf dem es herumkauen kann, zum Beispiel einen Beißring oder – älteren Kindern – ein Stück Gurke.
Besonders bei geröteter Schleimhaut helfen Zahnungstropfen oder -gele aus der Apotheke. Sie wirken entzündungshemmend. Manche Eltern haben auch gute Erfahrungen mit homöopathischen Mitteln gemacht, die Kamille und Calcium phosphoricum enthalten. Hat das Kind heftige Schmerzen oder eine Temperatur von mehr als 38,5 Grad, gehen Sie bitte zum Arzt. Denn Zahnen verursacht bei einem gesunden Kind kein Fieber.
Sobald Zähnchen da sind, ist auch die Zeit für die Zahnpflege gekommen. Entfernen Sie Zahnbelag täglich sanft mit einem Wattestäbchen und Wasser. Um Karies vorzubeugen,eignen sich entweder Fluoridtabletten oder fluoridhaltige Zahncremes. Aber bitte verwenden Sie nicht beide Produkte zugleich. Sonst ist die Dosis für Ihr Kind zu hoch.
27.06.09, Baby und Familie, Bildnachweis: Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Baby und Familie / GesundheitPro
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