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Krebs:
Besser durch die Chemo
19.11.2008
Die Chemotherapie hilft gegen die tückische Krankheit, doch sie belastet oft. Wie Sie besser damit klarkommen
Sie ist für Krebspatienten Rettungsanker und Schreckgespenst zugleich: Eine Chemotherapie hilft zwar, Krebsgeschwülste in Schach zu halten oder zu stoppen. Doch jeder Tropfen des Zellgifts, das durch die Adern fließt, kann auch gesundes Gewebe angreifen. Deshalb fallen bei einer Chemo die Haare aus, leidet die Haut oder müssen sich Patienten übergeben. „Viele Kranke fühlen sich durch die Chemo erst so richtig krank“, bedauert Dr. Eva Kalbheim. Doch die Expertin von der Deutschen Krebshilfe in Bonn macht Mut. „Nicht jede Chemotherapie belastet automatisch“, sagt sie. „Wenn Nebenwirkungen auftreten, kann man gegen die meisten etwas tun.“ Ob Müdigkeit, Erbrechen oder Haarausfall, der Arzt hat Möglichkeiten, die Beschwerden zu mildern. Auch als Patient sind Sie den Nebenwirkungen nicht hilflos ausgeliefert. Probieren Sie aus, was Ihnen während der aggressiven Therapie gut tut. Keine Chance der Übelkeit
Es gibt Tumorkranke, denen bereits übel wird, wenn sie an die Therapie nur denken oder eine Infusionsflasche sehen. Brechreiz und Erbrechen gehören zu den häufigsten unangenehmen Begleiterscheinungen der Chemo, „aber es gibt inzwischen sehr gute Medikamenten dagegen“, erklärt Eva Kalbheim von der Deutschen Krebshilfe. Je nach Therapie verordnen Onkologen vorbeugend oder begleitend zur Chemotherapie Wirkstoffe, die den Brechreiz unterdrücken. Krebskranke können auch selbst etwas tun, um die Übelkeit zu lindern. Eine Tasse Ingwer- oder Kamillentee wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt, frischen Geschmack im Mund bringen Zitronen- oder Pfefferminzbonbons, als wohltuend empfinden viele den Duft von Zitronenaroma oder Lavendelöl (Duftlampen). Wer sich mental gegen die gefürchtete Nebenwirkung wappnen will: Ablenkung und Entspannung sind hier die besten Strategien. Eine CD mit der Lieblingsmusik, ein fesselnder Roman oder das Gespräch mit der besten Freundin lassen quälenden Gedanken weniger Raum. Wieder mit Lust essen
Übelkeit und Erbrechen verleiden Chemopatienten häufig das Essen. „Sie sollten nur das essen, worauf sie Appetit haben“, rät die Krebsexpertin aus Bonn – allerdings sollte es nicht gerade das Lieblingsgericht sein. Zu groß ist die Gefahr, dass es später mit der belastenden Chemo verknüpft wird. Vor Beginn der Therapie sollten besser keine kalorienreichen Speisen auf dem Menüplan stehen. Zwieback oder Gemüsebrühe sind eine bessere Alternative. Auch während des Therapiezyklus vertragen die Kranken leichte Mahlzeiten erfahrungsgemäß am besten. Wer unter Appetitmangel leidet, kann auch seinen Apotheker zurate ziehen: Zubereitungen wie etwa Pepsinwein können den Appetit steigern. Auf dem Ernährungsplan sollte Wasser, Saftschorle oder Tee nicht fehlen. „Reichlich trinken nach der Chemo ist wichtig, um die Ausscheidung des giftigen Medikaments zu fördern“, sagt Eva Kalbheim. Sich weiblich fühlen
Haarausfall gehört mit zu den gefürchtetsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Besonders Frauen belastet er psychisch stark. „Es bedeutet für viele den Verlust ihrer Weiblichkeit“, beklagt die Krebsexpertin Kalbheim. Nicht nur die Kopfhaare können ausfallen. Je nach Art und Dauer der Chemo können auch Augenbrauen, Wimpern und Körperbehaarung beeinträchtigt sein. Krebsexperten empfehlen, sich bewusst vor Beginn des Therapiezyklus mit dieser schmerzlichen Erfahrung auseinanderzusetzen. „Es tröstet, dass die Haare unmittelbar nach dem Ende der Chemo wieder nachwachsen. Manchmal schöner als vorher“, ermutigt Dr. Kalbheim. Unterstützung in solchen Fragen bieten auch Psychologen, die sich auf den Umgang mit Krebskranken spezialisiert haben (Psychoonkologen). Um sich besser an den Verlust der Haare zu gewöhnen, schneiden sich manche Kranke vor Beginn der Therapie die Haare kurz. Nimmt der Haarausfall zu, verbergen viele ihre nackte Kopfhaut unter einer Perücke. Im Fachhandel sind Echt- oder Kunsthaarperücken erhältlich, Krebskranke können in Spezialgeschäften ausprobieren, welcher Haarersatz am besten zu ihnen passt. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Eine Alternative zu Perücken sind Hüte, Mützen oder Tücher, manche Patienten zeigen sich aber auch bewusst mit Glatze in der Öffentlichkeit. Wenn die Chemo Wimpern oder Augenbrauen in Mitleidenschaft gezogen hat: In speziellen Schminkkursen können Patienten lernen, die Behandlungsfolgen zu kaschieren. Starke Abwehr Eine Chemotherapie schwächt die Körperabwehr stark, jede kleine Schnittwunde oder jeder aufgekratzte Mitesser in der Haut kann für Krebskranke zur ernsten Bedrohung werden. Deswegen ist es wichtig, bei Entzündungen gleich den Arzt zu konsultieren. Kontrollieren Sie entsprechend der Empfehlung Ihres Arztes täglich Ihre Körpertemperatur, bei Fieber sollten Sie ihn sofort aufsuchen.
Ärztlichen Rat sollten sich Krebskranke einholen, wenn sie sich impfen lassen. Ebenso wichtig ist, sich regelmäßig die Hände zu waschen, besonders vor und nach dem Essen sowie nach Toilettengängen. Vorsicht ist bei Hausarbeiten wie etwa Gemüseschneiden geboten, hier besteht Verletzungsgefahr. Krebskranke Männer sollten statt Rasierklinge lieber einen Rasierapparat benutzen. Und ein Tipp für Gartenfreunde: Feste Handschuhe, die vor Stacheln schützen, sind bei der Arbeit im Grünen ein Muss. Gesund im Mund
Die Schleimhäute in Mund und Rachen können durch eine Chemo austrocknen und sich entzünden – was für Krebskranke eine besondere Gefahr bedeutet, da ihr Immunsystem stark geschwächt ist. Eine sehr sorgfältige Mundhygiene ist daher wichtig. Eine weiche Zahnbürste schützt vor Verletzungen, tägliche Mundspülungen mit Salbei oder Kamille beruhigen bei entzündeter Schleimhaut. Bei einem wunden Gefühl im Mund behelfen sich viele Patienten und lutschen Eiswürfel, um den Schmerz zu betäuben. „Aber man sollte aufpassen, dass das Eis nicht an der Schleimhaut festklebt und sie verletzt“, warnt Eva Kalbheim. Um die Mundschleimhaut nicht unnötig zu reizen, empfiehlt es sich, während eines Therapiezyklus nicht zu oft scharf gewürzte Speisen oder Gerichte mit Zitrusfrüchten zu essen. Auch auf heiße Getränke sollte man während der Chemo verzichten, da sie die empfindliche Mundschleimhaut angreifen.
Wach durch den Tag
Schlapp, müde, unlustig. Bis zu 80 Prozent der Krebskranken schleppen sich so durch den Tag. Als Fatigue-Syndrom bezeichnen Krebsärzte diese Form der Müdigkeit bei Tumorleiden. „Aber sie ist kein unabwendbares Schicksal“, betont Dr. Jens-Ulrich Rüffer von der Deutschen Fatigue-Gesellschaft in Köln. Steckt hinter der Müdigkeit eine Blutarmut, sollten Patienten ihren Arzt nach möglichen Therapien fragen. Auch regelmäßiger und moderater Ausdauersport hilft aus dem seelischen und körperlichen Tief.
Zwar ist es verständlich, wenn Fatigue-Kranke sich tagsüber am liebsten auf dem Sofa ausruhen möchten. Um die quälende Abgeschlagenheit aber besser zu überwinden, raten Experten, den Tag bewusst zu strukturieren. Das tägliche Nickerchen sollte maximal eine Stunde dauern. Auch wer sich morgens aus dem Bett quält – besser ist es, gleich aufzustehen, und zwar jeden Tag zur gleichen Zeit. Wer das nicht schafft: Ein Wecker mahnt zur rechten Zeit. 19.11.08, Senioren Ratgeber, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Goodshot
Senioren Ratgeber / GesundheitPro
Serie Osteoporose, Teil 2:
Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten
18.11.2008
Knochenschwund kann man vorbeugen und auch gut behandeln. Zur Diagnose misst man die Dichte der Knochen
Wie viel Masse der Knochen verloren hat, lässt sich mithilfe einer Knochendichtemessung herausfinden. Eine erniedrigte Knochendichte bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass das Risiko für Brüche erhöht ist. Für die Entscheidung, ob und welche Therapie nötig ist, muss der Arzt das individuelle Risiko seines Patienten für einen Knochenbruch berücksichtigen. „Hatte jemand bereits einen osteoporosebedingten Bruch, ist immer eine medikamentöse Therapie erforderlich, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit weiterer Brüche sehr hoch“, so Dr. Michael Pfeifer, Forschungsleiter am Institut für klinische Osteologie in Bad Pyrmont. Es gibt eine Reihe verschiedener Substanzen, die die Bruchgefahr verringern. Dazu gehören vor allem die sogenannten Bisphosphonate. Sie bremsen den Knochenabbau und senken das Bruchrisiko um bis zu 90 Prozent. Kalzium und Vitamin D Wer ein erhöhtes Osteoporoserisiko hat oder bereits erkrankt ist, sollte in jedem Fall auf eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D achten. Empfohlen werden 1200 bis 1500 Milligramm Kalzium und 400 bis 1200 IE (Internationale Einheiten) Vitamin D pro Tag. Viel Kalzium steckt in Milchprodukten, Obst und Gemüse, Vitamin D vor allem in fettem Seefisch. Damit der Körper genügend Vitamin D bilden kann, braucht er auch Sonnenlicht. Deshalb sollte man täglich eine halbe Stunde an die frische Luft gehen. Wer wenig nach draußen kommt oder sich unsicher ist, ob er genügend Vitamin D und Kalzium zu sich nimmt, kann sich in der Apotheke beraten lassen und ein entsprechendes Präparat einnehmen. Körperliche Aktivität beugt Osteoporose vor und ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Sie hilft nicht nur, Muskeln und Knochen zu stärken. Auch Koordination und Gleichgewichtssinn werden besser, was das Risiko für Stürze und Brüche verringert. Wer bereits Osteoporose hat, fragt am besten seinen Arzt, welcher Sport infrage kommt. Gut geeignet ist beispielsweise sanftes Krafttraining mit einem Thera-Band. Die Knochendichte messen Eine Knochendichtemessung hilft dabei, Osteoporose früh zu erkennen. Die weltweit verbreitetste Methode ist die DXA-Technik („Dual-Röntgen-Absorptiometrie“). Dabei werden meist Lendenwirbelsäule und Oberschenkelhals geröntgt, wobei die Strahlenbelastung relativ niedrig ist. Je geringer die Knochendichte ist, desto leichter können die Strahlen den Knochen durchdringen. Angeboten wird die Untersuchung beispielsweise bei Orthopäden. Die Kassen übernehmen die Kosten (etwa 40 Euro) aber nur nach Brüchen ohne erkennbaren Grund. Die Ultraschallmessung der Knochendichte ist bislang nicht zuverlässig genug, um die DXA ersetzen zu können. 18.11.08, Diabetiker Ratgeber, Bildnachweis: PhotoDisc/RYF
Diabetiker Ratgeber / GesundheitPro
Serie Osteoporose, Teil 1:
Knistern im Gebälk
17.11.2008
Knochenschwund kann dazu führen, dass Knochen aus nichtigem Anlass brechen. Deshalb ist es wichtig, sein Risiko zu kennen und rechtzeitig vorzubeugen
Würde eines Tages tatsächlich der erste Astronaut seinen Fuß auf den Mars setzen, wäre dieser große Schritt für die Menschheit möglicherweise ein ziemlich schmerzhafter für den Raumfahrer. Denn nach zwei Jahren Reise durchs Weltall hätte er vermutlich ein ganz irdisches Problem, das sonst vor allem älteren Frauen zu schaffen macht: Osteoporose. In der Schwerelosigkeit verliert der Knochen jeden Monat ein bis zwei Prozent seiner Masse – was das Risiko für einen Knochenbruch deutlich erhöht. Allein in Deutschland leiden rund sieben Millionen Menschen unter Osteoporose. Rund 300.000 Knochenbrüche jährlich gehen auf das Konto dieser Krankheit. Brüche, die nicht nur starke Schmerzen machen, sondern gerade bei älteren Menschen oft direkt in die Pflegebedürftigkeit führen. Stabiles Gerüst Das Innere der Wirbelkörper und die Enden der „Röhrenknochen“ (z.B. Oberschenkel) bestehen aus einem dichten Gerüst feiner, verzweigter Bälkchen. Dieses Gerüst ist so aufgebaut, dass es Krafteinwirkungen von außen optimal auffängt. Bei der Osteoporose wird die Struktur des Gerüstes allmählich zerstört. Mit der Zeit wird auch die harte Knochenrinde dünner. Die Folge: Der Knochen ist weniger belastbar und bricht leichter. Besonders anfällig für osteoporosebedingte Brüche sind die Rückenwirbel, der Oberschenkelhals und der Unterarm nahe dem Handgelenk. Osteoporose bedeutet: Das feine Gerüst der Knochenbälkchen wird zunehmend zerstört, sodass die Knochen porös werden. Meist wird die Krankheit erst diagnostiziert, wenn Knochen plötzlich ohne erkennbaren Grund oder bei nur geringfügigen Belastungen brechen. Das Osteoporose-Risiko steigt mit dem Alter. Etwa ab dem 30. Lebensjahr verlieren die Knochen an Masse. Trotzdem bekommt nicht jeder im Alter brüchige Knochen. Denn es spielen noch viele andere Faktoren eine Rolle, womöglich auch Diabetes. Was die Knochen brüchig macht: Hormonmangel: Vier von fünf Osteoporose-Patienten sind Frauen. Sie erkranken nicht nur häufiger, sondern im Durchschnitt auch etwa zehn Jahre früher als Männer. Der Grund ist, dass in den Wechseljahren die Produktion des Geschlechtshormons Östrogen versiegt und damit der knochenschützende Effekt des Hormons wegfällt. Die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron, das ebenfalls vor Osteoporose schützt, geht im Alter zwar zurück, allerdings nur langsam, so dass Männer eher selten an Osteoporose erkranken. Gene: Wenn Eltern oder Großeltern Osteoporose hatten, ist das eigene Risiko ebenfalls erhöht. Kalzium- und Vitamin-D-Mangel: Kalzium ist das wichtigste Knochenmineral. Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und die Mineraleinlagerung in den Knochen. Alkohol und Rauchen: Rauchen verschlechtert die Durchblutung der Knochen und senkt außerdem den Östrogenspiegel. Übermäßiger Alkoholkonsum führt unter anderem dazu, dass Kalzium über die Nieren verloren geht. Untergewicht: Untergewichtige Menschen haben oft einen Kalziummangel. Zum anderen sind die Östrogenspiegel häufig erniedrigt, weil das Fettgewebe auch ein Speicher- und Produktionsort für Sexualhormone ist. Bewegungsmangel: Er lässt nicht nur Muskel-, sondern auch Knochenmasse schwinden. Denn dem Knochen fehlen der Zug und Druck der Muskeln, die seinen Aufbau fördern. Kortison: Eine lang dauernde Einnahme von Kortison, beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen oder wegen Lungenproblemen, kann den Knochenabbau fördern und zu Osteoporose führen. 17.11.08, Diabetiker Ratgeber, Bildnachweis: PhotoDisc/RYF
Diabetiker Ratgeber / GesundheitPro
Partnerschaft:
Treue oder Sex – was ist wichtiger?
15.11.2008
Dieser Frage ging Baby und Familie mit einer repräsentativen Umfrage auf den Grund
Treue oder Sex – was ist wichtiger? Was Paare aneinander schätzen, das ändert sich im Laufe des Lebens. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der GfK-Marktforschung für BABY und Familie mit mehr als 1400 Frauen und Männern, die einen festen Partner hatten. So erklärten überdurchschnittlich viele 20- bis 29-Jährige, ihnen gefalle, dass ihr Partner sie sexuell erfülle. Den 30- bis 49-Jährigen kam es häufiger als anderen darauf an, dass sich der Partner gut um die Kinder kümmert. Die 40- bis 49-Jährigen fanden zudem wichtig, dass er ihnen Freiheiten lässt. Für alle gilt: Treue und Ehrlichkeit stehen in der Wertschätzung weit oben. 15.11.08, Baby und Familie, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Creatas Images
Baby und Familie / GesundheitPro
Mehrwert:
Essen sie sich schön
14.11.2008
Glatte Haut und einen strahlenden Teint gibt’s nicht allein durch Cremes und Puder. Auch das Essen trägt dazu bei
Keine Frage: Jede Frau will gut aussehen. Makellose Haut, glänzendes Haar, feste Fingernägel und gesunde Zähne ziehen einfach an. Spätestens wenn die Lebensjahre ihre Spuren in Form von Falten und trockener Haut hinterlassen, wird mit Cremes und Lotionen, Packungen und Kuren, Balsam und Ölen, Makeup und Farbe gegengesteuert. In der Tat braucht die Haut Pflege von außen. Aufgebaut und ernährt wird sie aber von innen. Vor allem die Vitamine A, C und E, Pantothensäure, Folsäure und Biotin und die Mineralstoffe Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink und Selen sorgen für eine schöne Haut. Ungesättigte Fette machen sie geschmeidig. Da unsere Körperhülle sich ständig erneuert, reagiert sie besonders empfindlich auf Nährstoffmangel. Viel Obst und Gemüse Eine vollwertige Ernährung mit viel Gemüse und Obst, öfter Fisch und seltener Fleisch unterstützt die Hautfunktion. „Menschen, die viel Gemüse essen, sehen jünger aus. Sie haben ein besseres Hautbild und weniger Falten als klassische Fast-Food-Konsumenten“, fasst Professor Jürgen Lademann eine Studie der Berliner Charité zusammen. Inzwischen schwört auch die kosmetische Industrie neben äußerlichen Maßnahmen zunehmend auf Schönmacher von innen. „Nutrikosmetik“ ist im Trend: Immer mehr Nahrungsergänzungspillen mit kosmetischem Mehrwert kommen auf den Markt. Sie sollen gegen die Zeichen der Hautalterung wirken und den Zustand von Haaren und Nägeln verbessern. „Hautstraffungsmarmelade“
Ihre Wirkstoffe sind alte Bekannte wie die Vitamine C und E, aber auch sekundäre Pflanzenstoffe aus Möhren und Tomaten oder Substanzen aus Kakao und Grüntee, die durch UV-Strahlung in der Haut gebildete zellschädigende Stoffe abfangen. Unsere französischen Nachbarn streichen sich bereits „Hautstraffungsmarmelade“ aufs Brötchen. Und vielleicht gibt es den „unterhautstärkenden Joghurt“ bald auch bei uns im Kühlregal. Doch selbst nicht angereicherte Nahrung zeigt Wirkung. Neun Beauty-Lebensmittel stellen wir Ihnen hier vor. Für schnelle Verjüngungskuren sind sie aber nicht geeignet. Man muss sie über Monate zu sich nehmen, um davon zu profitieren. Außerdem: „Bewusstes Essen ersetzt keine Hautcreme, stellt aber einen guten Basisschutz dar“, sagt Professor Ulrike Heinrich, Hautforscherin an der Universität Witten/Herdecke. Ein Übriges tut, wer sich vor Sonne schützt, Stress meidet und genügend schläft, denn währenddessen erholt und regeneriert sich die Haut. Lebensmittel die sie jung und vital halten Tomaten: Ihr roter Farbstoff Lycopin gehört zu den Carotinoiden mit Sonnenschutzwirkung. Tranken Studienteilnehmer zwölf Wochen lang täglich ein Getränk mit färbendem Tomatenextrakt, reagierte ihre Haut weniger empfindlich auf UV-Licht. Aber auch wer gern und viel Tomaten isst, sollte sich zum Schutz vor UV-Strahlen zusätzlich eincremen. Milch: Für gesunde Zähne, glänzendes Haar und feste Fingernägel benötigt der Körper den Mineralstoff Kalzium und die Vitamine Biotin und Pantothensäure. Milch liefert diese Nährstoffe. Wer den weißen Schönmacher nicht verträgt oder nicht mag, kann ersatzweise Joghurt essen. Schokolade: Kakaobutter, das Fett der braunen Bohne, pflegt die Haut von außen. Andere Inhaltsstoffe, die Polyphenole, wirken auch von innen. Nach zwölf Wochen verbesserte sich bei Kakaotrinkern die Feuchtigkeit der Haut, diese war messbar glatter und reagierte weniger empfindlich auf UV Licht. Bitter: Nur dunkle Schokolade enthält ausreichend Wirkstoffe.
Möhren: Carotinoide, die Farbstoffe der Möhre, sind Bestandteil von Mitteln, die Sonnenschutz von innen versprechen – und dies auch halten: Hoch dosiert und über einen Zeitraum von zwölf Wochen angewandt, wirken die Farbstoffe Studien zufolge tatsächlich. Die wirksame Dosis entspricht 250 bis 1250 Gramm Möhren am Tag. Paprika: Die Schoten liefern viel Vitamin C. Wer zu wenig davon isst, riskiert, dass die Haut schlaffer wird. Das Schönheitsvitamin wird benötigt, um Kollagen aufzubauen. Durch dieses Eiweiß erhält die Haut Spannkraft und wirkt jünger. Eine halbe kleine Paprika am Tag erfüllt bereits das Vitaminsoll. Wasser: Wassertrinken fördert die Vitalität der Haut. Das konnten Wissenschaftler der Berliner Charité nachweisen. Schon etwa zehn Minuten nach dem Trinken wird die Haut besser durchblutet, mit mehr Sauerstoff versorgt und ihr Stoffwechsel angekurbelt. Dadurch sieht sie langfristig frischer aus. Haferflocken: Als Schutzorgan bedeckt die Haut unsere gesamte Körperoberfläche. Winzige Risse und kleine Verletzungen gehören zum Alltag, eine gesunde Haut schließt diese Wunden aber schnell. Dazu benötigt sie Zink. Eine kleine Portion Haferflocken (50 Gramm) liefert bereits ein Fünftel des Tagessolls. Leinöl: Omega-3-Fettsäuren aus Fisch hemmen Entzündungen. Nun haben japanische Forscher diese Wirkung auch für Leinöl, die beste pflanzliche Quelle für diese Substanzen, bestätigt: Die Haut von Mäusen, die mit UV-B-Licht bestrahlt wurden, rötete sich weniger, wenn die Tiere Leinöl erhielten. Grüner Tee: Die unfermentierten Blätter des Teestrauchs enthalten Polyphenole. Diese Pflanzenstoffe schützen, egal ob auf der Haut angewandt oder als Getränk genossen, vor sonnenbedingten Hautschäden. 14.11.08, Senioren Ratgeber, Bildnachweis: BananaStock/RYF
Senioren Ratgeber / GesundheitPro
Schwerhörigkeit:
Diabetiker hören schlechter
13.11.2008
Menschen, die an der Zuckerkrankheit leiden, haben mit Tönen mehr Probleme als Stoffwechselgesunde
Was lange Zeit nur vermutet wurde, ist jetzt wissenschaftlich untermauert: Diabetiker haben häufiger Hörstörungen als Nichtdiabetiker. Amerikanische Forscher untersuchten 5140 Patienten zwischen 20 und 69 Jahren. Diabetiker hörten in allen Frequenzbereichen deutlich schlechter als Teilnehmer ohne Diabetes. 21 Prozent der Diabetiker hörten tiefe Töne schlechter, aber nur 9 Prozent der Nichtdiabetiker. Hohe Töne hörten 54 Prozent der Diabetiker schlechter, aber nur 32 Prozent der Nichtdiabetiker. Meist handelte es sich um geringe Hörschäden ohne therapeutische Konsequenzen. Die Gründe, warum Diabetiker schlechter hören, sind noch unklar. 13.11.08, Diabetiker Ratgeber, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Ablestock
Diabetiker Ratgeber / GesundheitPro
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